Tipps für Verleger: Digital beginnt schon bei der Planung der Inhalte

Tipps für Verleger: Digital beginnt schon bei der Planung der Inhalte

30/01/2018

Hatten es Medienunternehmen früher oftmals nur mit einem Zielformat für ihre Inhalte zu tun, müssen sie sich heute sehr viel mehr Gedanken machen. Digitaler Content erscheint auf so unterschiedlichen Geräten wie Smartwatches, Smartphones, Tablets oder auch dem Fernseher. Zugleich haben sich weitere Eckdaten der Nutzung verändert: Das Smartphone ist schliesslich bei jeder Gelegenheit rasch gezückt. Da geht es dann unterwegs eher um die schnelle Information zwischendurch. Am Abend auf dem Sofa hingegen darf es auch mal etwas ausführlicher sein.  

Bei Facebook ist bekanntlich die Interaktionsrate («Engagement«) wichtig, also wie viele Reaktionen ein Post hervorruft. So mancher Experte sieht Facebook deshalb auch immer weniger als Quelle für Seitenaufrufe, sondern eher als Platz, um mit der eigenen Leserschaft ins Gespräch zu kommen. Anstatt hier also schlicht auf die neuesten Beiträge auf der eigenen Website zu verlinken, sollte es vielmehr um Diskussionen und Meinungen zu einem Thema gehen. Bei der Planung geht es also unter anderem um Fragen wie: Welches Thema können wir in welcher Form bei Facebook zur Diskussion stellen? Was beschäftigt unsere Leserinnen und Leser am meisten?

Twitter lässt sich hingegen als eine Art Nachrichtenticker nutzen. Inzwischen haben Sie hier mit 280 Zeichen genügend Platz, um mehr als einen kurzen Gedanken unterzubringen. Ist eine Lokalredaktion zum Beispiel auf einer Versammlung präsent, sollte von vornherein auch über einen Liveticker via Twitter nachgedacht werden. Reaktionen darauf lassen sich wiederum in den finalen Artikel einarbeiten.

Und anstatt von einem Termin nur ein gutes Foto für den Aufmacher mitzubringen, lassen sich Bilder als Galerie auf Instagram verwenden oder auch als „Instagram Story“. Ob und wann sich das anbietet, muss aber wiederum von vornherein bedacht werden. Das Thema ist relativ umfangreich, jedoch lohnt es sich, bei der Content Aufbereitung diese Aspekte von Anfang an zu berücksichtigen.

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