Die neuen Leserzahlen MACH Basic 2011-2
Leserzahlen stabilisiert
Die meisten grossen Tageszeitungen in der Schweiz konnten ihre Leserzahlen stabilisieren. Die enormen Umwälzungen von der abonnierten Tagespresse hin zur Gratispresse neigen sich dem Ende entgegen. Die Ausweitung des Verbreitungsgebietes von Blick am Abend brachte den Gratiszeitungen nochmals einen Schub an Leserinnen und Lesern.
Die Wemf, AG für Werbemedienforschung, erhebt halbjährlich die Leserzahlen der Schweizer Presseerzeugnisse. Die Zahlen werden von den Verlagen immer mit Spannung erwartet, werden die Macher doch je nach Ergebnis für die geleistete Arbeit gelobt oder getadelt. Als Unternehmen, die Werbeauftraggeber berät, interessieren uns weniger die kurzfristigen Trends, als viel mehr die langfristigen Entwicklungen. Ein Titel kann mal Pech haben und die in jeder Befragung enthaltene Ungenauigkeit (Vertrauensbereich) könnte besonders negativ ins Gewicht fallen.
Die Schweizerinnen und Schweizer sind trotz der fortschreitenden Digitalisierung ein Volk von Zeitungs- und Zeitschriftenlesern. Mit der Presse können über 90% der Bevölkerung erreicht werden (Grundgesamtheit: sprachassimilierte Personen ab 14 Jahren). Neue Angebote, wie zum Beispiel "Beobachter Natur", stossen auf ein breites Leserinteresse und erobern sich in wenigen Monaten eine treue Leserschaft.
Entwicklung bei der Tagespresse
20 Minuten ist die grösste Zeitung der Schweiz und erreicht neu 1,379 Millionen Personen. Mit der soeben lancierten Tessiner Ausgabe dürfte dieser Wert bei den nächsten Erhebungen noch grösser sein. Auf dem 2. Platz figuriert der Blick am Abend mit 635'000 Leser pro Ausgabe. Ein Vergleich zwischen den neusten Zahlen und den Werten im Jahr 2004 zeigt die langfristige Entwicklung. Die grossen Tageszeitungen haben in dieser Zeitspanne zwischen 12% (Neue Luzerner Zeitung) und 32% (Basler Zeitung) an Lesern verloren. Im gleichen Zeitraum hat das 20 Minuten über 63% zugelegt.
Die Marktforschung hinkt hinter der Entwicklung her
Die einzelnen Medienmarken bieten neben Printerzeugnissen zahlreiche, weitere werberelevante Kanäle für Ihre Inhalte an. Wie zum Beispiel Online-Ausgabe, iPad- oder Mobile-Ausgabe, etc. Die Reichweite der einzelnen Medienmarken ist noch zu wenig erforscht. In einer Pilotstudie (Total Audience) konnte die Wemf die effektiven Reichweiten der Medienmarken mit mehreren Kanälen messen. Die NZZ ist eine der wenigen Marken, die Online mehr Kontakte generiert, wie mit den Printausgaben. Für Werbekampagnen, die Print und Online verbinden, sind dies sehr wichtige Informationen, um einen optimalen Mix zu definieren.
Weiterführende Informationen zur zukünftigen Marktforschung finden Sie auf der Website der Wemf.
Wir setzen alle relevanten Forschungsstudien ein, um mit Ihnen die beste Kommunikationslösung zu finden. Gerne sind wir für Sie da.
