Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Legal im Sinne des Gesetzes sind in der Schweiz genau zehn Online-Casinos – die Online-Plattformen konzessionierter Schweizer Spielbanken. Die vollständige Liste steht weiter unten, direkt aus dem Register der ESBK.
- Als Spieler machst du dich nicht strafbar, wenn du bei einem ausländischen Anbieter spielst. Das sagt die Aufsichtsbehörde selbst – wir zitieren sie wörtlich.
- Das Gesetz richtet sich an die Betreiber, nicht an die Nutzer. Ausländische Anbieter können gesperrt werden; bestraft werden sie, nicht du.
- «Legal», «lizenziert» und «seriös» sind drei verschiedene Dinge. Ein Anbieter ohne Schweizer Konzession kann seriös arbeiten – und ein konzessionierter kann Konditionen haben, die dir nicht passen. Woran du das eine vom anderen unterscheidest, steht weiter unten.
Ist Online-Glücksspiel in der Schweiz legal?
Ja – seit dem 1. Januar 2019. An diesem Tag trat das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) in Kraft und erlaubte erstmals Online-Casinospiele auf Schweizer Boden. Die Erlaubnis ist allerdings eng gefasst, und genau daraus entsteht die Verwirrung, die diese Seite auflöst.
Online anbieten darf nur, wer in der Schweiz bereits eine landbasierte Spielbank betreibt. Und selbst dann reicht die bestehende Konzession nicht: Nach Angaben der Eidgenössischen Spielbankenkommission braucht die Spielbank zusätzlich eine Konzessionserweiterung des Bundesrates und danach noch eine Bewilligung der ESBK für die einzelnen Spiele, bevor sie online gehen darf.
Daraus folgt eine Zahl, die vieles erklärt: Es gibt in der Schweiz nur so viele legale Online-Casinos, wie es Spielbanken mit einer solchen Erweiterung gibt. Aktuell sind das zehn. Ein Online-Casino, das nie eine Spielbank in der Schweiz betrieben hat, kann diese Konzession nicht beantragen – unabhängig davon, wie gut oder wie seriös es arbeitet. Es ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Zugangsfrage.
Wer in der Schweiz was beaufsichtigt: ESBK und Gespa
Das Geldspielgesetz hat das frühere Spielbankengesetz und das Lotteriegesetz in einem Erlass zusammengeführt. Das Stimmvolk hat es in der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 angenommen, in Kraft ist es seit Anfang 2019. Die Aufsicht verteilt es auf zwei Stellen – und welche zuständig ist, hängt davon ab, ob es um ein Casinospiel oder um eine Lotterie beziehungsweise Sportwette geht.
Die ESBK: Spielbanken und Online-Casinos
Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist eine Behörde des Bundes. Sie überwacht die konzessionierten Spielbanken – im Saal wie im Internet –, prüft deren Sozialkonzepte und die Massnahmen gegen Geldwäscherei und bewilligt jedes einzelne Spiel, das online angeboten wird. Sie ist zugleich die Stelle, die gegen nicht bewilligte Casinospiele im Internet vorgeht: Sie führt die Sperrliste für Casino-Angebote und verfolgt Betreiber, die ohne Bewilligung anbieten. Für alles, was auf dieser Seite «Online-Casino» heisst, ist die ESBK die zuständige Behörde.
Die Gespa: Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele
Die Interkantonale Geldspielaufsicht Gespa ist ein Organ der Kantone. Sie beaufsichtigt die sogenannten Grossspiele – Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele, die automatisiert, interkantonal oder online durchgeführt werden. Lotterien und Sportwetten im grossen Stil dürfen in der Schweiz nur zwei Gesellschaften veranstalten: Swisslos in der Deutschschweiz und im Tessin, die Loterie Romande in der Westschweiz. Auch die Gespa führt eine eigene Sperrliste, für nicht bewilligte Lotterie- und Wettangebote. Ein ausländischer Anbieter, der Casino und Sportwetten unter einem Dach anbietet, kann deshalb auf beiden Listen stehen.
Die zehn legalen Online-Casinos der Schweiz
Das sind sämtliche Online-Plattformen mit Schweizer Konzession, mit der Spielbank, zu der sie gehören. Die Liste stammt aus dem Verzeichnis der ESBK und ist damit die einzige, die verbindlich ist – jede andere Aufzählung im Netz ist eine Abschrift davon, unsere eingeschlossen.
| Online-Plattform | Konzessionierte Spielbank | Region |
|---|---|---|
| jackpots.ch | Casino Baden | Aargau |
| mycasino.ch | Casino Luzern | Luzern |
| online.swisscasinos.ch | Casino Pfäffikon | Schwyz |
| casino777.ch | Casino Davos | Graubünden |
| starvegas.ch | Casino Interlaken | Bern |
| 7melons.ch | Casino Bern | Bern |
| pasino.ch | Casino Meyrin | Genf |
| swiss4win.ch | Casino Lugano | Tessin |
| admiral.ch | Casino Mendrisio | Tessin |
| casineo.ch | Casino Locarno | Tessin |
Zwei Dinge fallen auf. Drei der zehn stammen aus dem Tessin, was mit der Dichte an Spielbanken in der Region zu tun hat und nicht mit dem Online-Angebot. Und keine der zehn Plattformen gehört einem reinen Online-Betreiber – hinter jeder steht ein Haus mit Spieltischen, Personal und einem Gebäude. Das ist die Konstruktion, die der Gesetzgeber gewollt hat.
A- und B-Konzession: warum das online kaum eine Rolle spielt
Landbasierte Spielbanken haben in der Schweiz entweder eine A-Konzession (die sogenannten Grand Casinos) oder eine B-Konzession (die Kursäle). Der Unterschied betrifft vor allem das Haus vor Ort: B-Häuser haben ein kleineres Tischspielangebot sowie tiefere Höchsteinsätze und Jackpots. Für die Erweiterung ins Internet kommen beide Kategorien in Frage, und unter den zehn Online-Plattformen finden sich Häuser beider Arten. Im Online-Angebot selbst merkst du davon als Spieler praktisch nichts.
Eine .ch-Adresse ist kein Beweis
Ob ein Angebot legal ist, erkennst du nicht an der Domain. Jeder kann eine Adresse mit der Endung .ch registrieren, und manche ausländische Seiten tun genau das, um vertrauter zu wirken. Verbindlich ist nur das Verzeichnis der ESBK. Die zehn konzessionierten Plattformen nennen in ihrem Impressum ausserdem die Spielbank, zu der sie gehören – steht dort keine Schweizer Spielbank, ist es keine Schweizer Konzession, egal wie die Adresse endet.
Mache ich mich strafbar, wenn ich bei einem ausländischen Casino spiele?
Nein. Und das ist keine Auslegung von uns, sondern der Wortlaut der Aufsichtsbehörde selbst. Die ESBK schreibt auf ihrer Seite zu den nicht bewilligten Online-Spielen:
«Schweizer Spielende, die in nicht konzessionierten Online-Casinos spielen, machen sich nach dem Geldspielgesetz nicht strafbar. Sie tun dies jedoch auf eigene Gefahr.»
Eidgenössische Spielbankenkommission, Nicht bewilligte Online-Spiele, Stand 25. August 2026
Beide Hälften des Satzes sind wichtig. Das Geldspielgesetz adressiert die Anbieter – wer ohne Bewilligung Geldspiele in der Schweiz anbietet, macht sich strafbar. Der Spieler steht nicht im Gesetz. Es gibt keinen Straftatbestand für die Teilnahme, keine Bussen, keine Einträge.
«Auf eigene Gefahr» heisst aber genau das: Bei einem Streit über eine Auszahlung gibt es keine Schweizer Behörde, an die du dich wenden kannst. Der Rechtsweg führt über den ausländischen Lizenzgeber – und wie weit der trägt, hängt davon ab, welche Lizenz dahintersteht. Genau deshalb ist die Lizenzfrage weiter unten ausführlicher behandelt als alles andere auf dieser Seite.
Die Sperrliste der ESBK – was sie bedeutet
Das Geldspielgesetz verlangt, dass der Zugang zu nicht bewilligten Online-Geldspielen gesperrt wird. Die ESBK führt dafür eine Liste, die regelmässig aktualisiert und im Bundesblatt publiziert wird; die aktuelle Fassung datiert vom 25. August 2026. Die Schweizer Internetanbieter sind verpflichtet, diese Sperren technisch durchzusetzen.
Auf die Liste kommt ein Angebot, wenn es in der Schweiz ohne Bewilligung angeboten wird, oder wenn der Betreiber seinen Sitz im Ausland hat oder diesen verheimlicht. Der zweite Teil ist der Grund, warum praktisch jedes internationale Casino früher oder später dort landet – es ist kein Urteil über die Qualität des Anbieters.
Praktisch heisst das: Eine Seite kann von einem Tag auf den anderen nicht mehr erreichbar sein. Was du daraus mitnehmen solltest, ist keine Umgehungsstrategie, sondern eine Vorsichtsregel für dein Guthaben: Lass bei einem nicht konzessionierten Anbieter keine Beträge stehen, die du nicht kurzfristig abziehen könntest. Zahle Gewinne aus, statt sie als Spielkapital liegen zu lassen.
Wie die Netzsperre technisch funktioniert
Umgesetzt wird die Sperre von den Schweizer Fernmeldedienstanbietern, in der Regel über ihre DNS-Server: Die Adresse einer gesperrten Seite wird nicht mehr zur Casinoseite aufgelöst, stattdessen erscheint ein Hinweis der Behörde. Dein Konto beim Anbieter bleibt davon unberührt – es existiert weiter, samt Guthaben; du erreichst es nur über die gewohnte Adresse nicht mehr. Viele Betreiber weichen daraufhin auf neue Domains aus, die ihrerseits bei der nächsten Aktualisierung wieder auf der Liste landen. Deshalb wächst die Liste mit jeder Fassung.
Und wenn ich einen VPN benutze?
Technisch lässt sich eine DNS-Sperre umgehen, und das Geldspielgesetz sieht auch dafür keine Strafe für Spieler vor. Wir raten trotzdem davon ab, aus einem praktischen Grund: Viele Anbieter verbieten in ihren Geschäftsbedingungen den Zugang über VPN oder das Verschleiern des eigenen Standorts. Stellt das Casino bei der Auszahlungsprüfung fest, dass sich das Konto aus einem anderen Land einloggt als angegeben, kann es das Konto schliessen und Gewinne einbehalten – und es gibt keine Schweizer Stelle, an die du dich wenden könntest. Wenn ein Anbieter für dich nicht mehr erreichbar ist, fordere dein Guthaben schriftlich über den Support an, statt dir einen Umweg zu bauen.
Legal, lizenziert, seriös – drei verschiedene Dinge
Die drei Wörter werden in Testberichten durcheinandergeworfen, meistens absichtlich. Sie bedeuten nicht dasselbe:
| Begriff | Was er tatsächlich aussagt | Wer erfüllt ihn |
|---|---|---|
| Legal | Darf in der Schweiz Geldspiele anbieten | Nur die zehn konzessionierten Plattformen |
| Lizenziert | Hat irgendwo eine Zulassung – die Aussagekraft hängt vom Aussteller ab | Praktisch alle Anbieter; die Qualität der Lizenz unterscheidet sich stark |
| Seriös | Zahlt aus, nennt seine Bedingungen, hat erreichbaren Support und funktionierenden Spielerschutz | Nicht deckungsgleich mit den ersten beiden – das ist der Punkt |
Ein Anbieter kann lizenziert und trotzdem unseriös sein: eine Lizenz aus einer Gerichtsbarkeit ohne Aufsicht kostet wenig und verpflichtet zu wenig. Umgekehrt kann ein Anbieter ohne Schweizer Konzession seriös arbeiten – nichts an der Konzession macht eine Auszahlung schneller, sie macht sie nur einklagbar.
Die ehrliche Formulierung für unsere eigene Rolle lautet deshalb: Die Anbieter, die wir testen, sind nicht legal im Sinne des Geldspielgesetzes, weil sie es nicht sein können. Ob sie seriös arbeiten, ist eine zweite Frage – und die lässt sich prüfen.
Woran du ein seriöses Online-Casino erkennst
Weil «legal» für ausländische Anbieter nicht erreichbar ist, wird «seriös» zum eigentlichen Kriterium. Es ist prüfbar, und zwar in etwa zehn Minuten, bevor du ein Konto eröffnest.
- Lizenzgeber und Lizenznummer im Fussbereich. Beides muss dort stehen, und die Nummer muss sich im Register des Lizenzgebers nachschlagen lassen. Ein Logo ohne Nummer ist kein Nachweis, sondern ein Bild.
- Ein beziffertes Auszahlungslimit. Jede ernsthafte Plattform nennt einen Höchstbetrag pro Monat. Wird er verschwiegen, erfährst du ihn beim ersten grossen Gewinn – und dann ist es zu spät, die Bedingungen zu vergleichen.
- Vollständige Bonusbedingungen auf derselben Seite wie das Angebot. Umsatzfaktor, Maximaleinsatz und Frist gehören neben die Prozentzahl. Wer sie auf eine Unterseite auslagert, tut das nicht aus Platzgründen.
- Einzahlungslimit und Selbstsperre direkt im Konto. Nicht per E-Mail an den Support, nicht nach einem Gespräch – als Schalter in den Einstellungen. Das ist der teuerste Teil eines Spielerschutzes und damit der ehrlichste Indikator.
- Erreichbarer Support mit dokumentierbarem Weg. Live-Chat und eine E-Mail-Adresse. Ein blosses Kontaktformular lässt dir im Streitfall nichts in der Hand.
- Impressum mit Firmensitz. Ein Betreiber, der nicht sagt, wer er ist und wo er sitzt, beantwortet die wichtigste Frage schon vor der Registrierung.
Der Test, der mehr sagt als jede Checkliste: Zahle den Mindestbetrag ein, fordere einen Teil davon sofort wieder an und miss, wie lange die Auszahlung dauert und was der Support dazu sagt. Diese eine Runde kostet 10 bis 20 Franken und beantwortet die einzige Frage, die wirklich offen ist.
Die Checkliste oben ist die Kurzfassung. Wer einen ausländischen Anbieter auswählen will, sollte sechs Bereiche etwas genauer ansehen – in dieser Reihenfolge, weil die ersten Punkte die späteren oft schon entscheiden.
Lizenz: wer sie ausgestellt hat, zählt mehr als dass es sie gibt
Fast jedes Casino hat irgendeine Lizenz. Die Frage ist, ob hinter ihr eine Behörde steht, die Beschwerden annimmt und Lizenzen auch entzieht. Eine Zulassung aus Malta oder von der Isle of Man ist ein anderes Versprechen als eine aus Anjouan, und eine Gewerbeerlaubnis aus Costa Rica ist gar keine Glücksspiellizenz. Wie sich die einzelnen Lizenzgeber unterscheiden, steht im nächsten Abschnitt, Lizenz für Lizenz.
Herkunft: wer hinter dem Casino steht
Die meisten Casinos im internationalen Markt gehören Betreibergesellschaften, die mehrere Marken gleichzeitig führen – oft mit identischen Bedingungen, identischer Kasse und demselben Support. Der Name der Gesellschaft steht in den Geschäftsbedingungen und im Fussbereich. Es lohnt sich, ihn zu suchen: Eine Gesellschaft mit langer Historie und mehreren Marken hat mehr zu verlieren als eine, die seit ein paar Monaten existiert. Unter unseren getesteten Anbietern reicht die dokumentierte Historie bei Winshark am weitesten zurück: Der Betreiber GBL Solutions N.V. hält seine Curaçao-Lizenz seit 2020. Winrolla, OnlySpins und RichRoyal sind 2025 gestartet und haben entsprechend noch keine lange Auszahlungsgeschichte.
Datenschutz: was mit deinem Ausweis passiert
Spätestens vor der ersten Auszahlung lädst du Ausweis und Adressnachweis hoch, manchmal auch einen Beleg für die Zahlungsmethode. Bei einem Betreiber im Ausland lassen sich deine Rechte an diesen Daten nur mühsam durchsetzen – umso wichtiger ist, wie er mit ihnen umgeht. Achte auf eine verschlüsselte Verbindung auf allen Seiten, nicht nur auf der Startseite; auf eine Datenschutzerklärung, die den Verantwortlichen mit Name und Adresse nennt; auf die Möglichkeit, das Konto mit Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen; und darauf, dass Dokumente im Konto hochgeladen werden und nicht als Anhang an eine gewöhnliche E-Mail-Adresse gehen.
Faire Bonusbedingungen: drei Zahlen, die zählen
Ein Bonus ist so viel wert, wie du ihn realistisch umsetzen kannst. Drei Angaben entscheiden darüber: der Umsatzfaktor und worauf er sich bezieht, die Frist und der Maximaleinsatz während der Bonusphase. Wie stark der erste Punkt wirkt, zeigt ein Beispiel aus unserem Test: Bei Winrolla muss der Bonus zusammen mit der Einzahlung 50-mal umgesetzt werden, und zwar innerhalb von zehn Tagen. Aus 100 CHF Einzahlung und 100 CHF Bonus werden so 10.000 CHF Umsatz. Bezöge sich derselbe Faktor nur auf den Bonus, wären es 5.000 CHF. Die Prozentzahl in der Werbung sagt über diesen Unterschied nichts.
Wer nur ausprobieren will, fährt ohne Bonus oft besser: Das Guthaben ist dann sofort auszahlbar, und es gibt keinen Maximaleinsatz. Einen Bonus ohne Einzahlung bietet übrigens keiner der von uns getesteten Anbieter – warum das so ist und wie man solche Angebote liest, steht auf unserer Seite zum Casino-Bonus ohne Einzahlung.
Kundenservice: vor der Einzahlung testen
Den Support prüfst du am besten, bevor du Geld überwiesen hast. Stelle im Live-Chat eine konkrete Frage, deren Antwort in den Bedingungen steht – etwa nach dem monatlichen Auszahlungslimit oder nach der Frist für die Verifizierung. Eine klare Zahl innert weniger Minuten ist ein gutes Zeichen; ausweichende Floskeln oder der Verweis auf «die AGB» ohne Fundstelle sind es nicht. Prüfe ausserdem, ob es eine E-Mail-Adresse gibt, damit du im Streitfall etwas Schriftliches in der Hand hast, und in welcher Sprache der Support antwortet.
Zahlungswege und Auszahlungslimits
Eine Zahlungsmethode ist nur so gut wie ihr Rückweg. Die Paysafecard etwa eignet sich bei Winrolla nur für Einzahlungen – ausgezahlt wird dann über einen anderen Weg, den du vorher kennen solltest. Karten von Schweizer Banken werden bei Zahlungen an ausländische Casinos zudem regelmässig abgelehnt; viele Spieler weichen deshalb auf E-Wallets oder auf Krypto-Zahlungen in Bitcoin und Ethereum aus. Und lies das Auszahlungslimit: Bei Winrolla etwa hängt es von der VIP-Stufe ab und liegt auf der Einstiegsstufe bei 500 CHF pro Tag und 7.000 CHF pro Monat.
Für den Auszahlungstest mit kleinem Betrag, den wir oben empfehlen, eignen sich Anbieter mit tiefer Mindesteinzahlung. Bei OnlySpins geht das ab 10 CHF – per Paysafecard, Skrill oder Krypto.
Mobil spielen: App oder Browser
Die App-Stores von Apple und Google lassen Echtgeld-Glücksspiel nur unter strengen Auflagen zu, die an die Lizenz im jeweiligen Land geknüpft sind. Die meisten ausländischen Anbieter laufen deshalb im mobilen Browser – Winrolla zum Beispiel hat keine native App, bietet im Browser aber den vollen Funktionsumfang. Das ist kein Nachteil, solange die Seite auf dem Handy sauber funktioniert. Prüfe das an den Stellen, die zählen: Einzahlungsmaske, Dokumenten-Upload und die Live-Casino-Tische, die am meisten Bandbreite brauchen.
Die ausländischen Lizenzen – und was sie wirklich wert sind
«Lizenziert» sagt für sich genommen nichts. Entscheidend ist, wer die Lizenz ausgestellt hat, denn davon hängt ab, ob im Streitfall jemand zuständig ist. Die Zulassungen, denen du bei Anbietern für Schweizer Spieler begegnest, unterscheiden sich erheblich:
| Lizenz | Aufsicht und Beschwerdeweg | Einschätzung |
|---|---|---|
| Malta (MGA) | Eigenständige Behörde in der EU, mit formalisiertem Beschwerdeverfahren | Die belastbarste – und die teuerste, weshalb sie bei jungen Anbietern selten ist |
| Gibraltar | Gambling Commissioner des britischen Überseegebiets; wenige Lizenzen, hohe Anforderungen | Streng, aber bei Anbietern für die Schweiz selten anzutreffen |
| Isle of Man (GSC) | Gambling Supervision Commission; Schwerpunkt auf Absicherung der Spielergelder | Sehr belastbar, verbreitet vor allem bei Poker und Software |
| Alderney (AGCC) | Alderney Gambling Control Commission auf den Kanalinseln | Klein, erfahren, mit gutem Ruf; bei Schweizer Angeboten selten |
| Grossbritannien (UKGC) | Gambling Commission; eine der strengsten Aufsichten weltweit | Gilt für Kunden in Grossbritannien – nicht für dich |
| Kahnawake | Kahnawake Gaming Commission, Kanada; mit Beschwerdeverfahren | Lange im Markt, aber mit geringerer Durchsetzungskraft |
| Curaçao (GCB) | Seit der Reform von 2024 direkte Aufsicht durch die Curaçao Gaming Authority mit benannter Beschwerdestelle | Solide Mittelklasse; deutlich besser als der Ruf, den die alten Sublizenzen hinterlassen haben |
| Anjouan | Lizenzgeber mit Beschwerdestelle, aber geringer Prüftiefe | Schnell und günstig zu erhalten – der Hebel im Streitfall ist entsprechend kurz |
| Costa Rica | Keine Glücksspielaufsicht. Costa Rica vergibt streng genommen keine Glücksspiellizenz, sondern eine gewöhnliche Gewerbeerlaubnis | Es gibt keine Behörde, an die du dich wenden könntest |
Die Tabelle ist die Übersicht. Im Einzelnen sieht es so aus – mit dem, was die jeweilige Lizenz für dich als Spieler aus der Schweiz tatsächlich bedeutet.
Malta (MGA)
Die Malta Gaming Authority ist die bekannteste Glücksspielaufsicht Europas. Malta ist EU-Mitglied, die Behörde arbeitet auf Grundlage eines eigenen Glücksspielgesetzes, führt ein öffentliches Register der Lizenznehmer und hat eine Stelle, die Beschwerden von Spielern entgegennimmt. Sie stellt Anforderungen an die Absicherung von Spielergeldern, an die Prüfung der Spielsoftware und an den Spielerschutz. Wichtig für dich: Eine MGA-Lizenz macht ein Angebot in der Schweiz nicht legal. Die Schweiz ist nicht Teil der EU, und eine automatische Anerkennung ausländischer Lizenzen gibt es im Geldspielgesetz nicht.
Gibraltar
Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet mit einer langen Tradition als Standort grosser Wett- und Casinokonzerne. Lizenzen vergibt die Regierung, die Aufsicht führt der Gambling Commissioner. Es werden nur wenige Lizenzen erteilt, meist an etablierte Unternehmen, die vor Ort tatsächlich präsent sind. Bei Anbietern, die sich gezielt an Schweizer Spieler richten, begegnet dir diese Lizenz selten – die Konzerne mit Sitz in Gibraltar bedienen in der Regel Märkte, in denen sie selbst lizenziert sind.
Isle of Man
Die Isle of Man ist ein Kronbesitz der britischen Krone, gehört aber weder zu Grossbritannien noch zur EU. Ihre Gambling Supervision Commission gilt als gründlich und legt besonderes Gewicht darauf, dass Spielergelder geschützt sind, falls ein Betreiber in Schwierigkeiten gerät. Verbreitet ist die Lizenz vor allem bei Pokeranbietern und Softwarefirmen; bei Casinos, die Schweizer Spieler ansprechen, ist sie eher die Ausnahme.
Alderney
Alderney ist eine der Kanalinseln und gehört zur Vogtei Guernsey. Die Alderney Gambling Control Commission vergibt seit Anfang der 2000er-Jahre Lizenzen für Online-Glücksspiel und ist trotz der kleinen Grösse der Insel ein erfahrener, angesehener Regulator mit Schwerpunkt auf technischer Prüfung. Wie Gibraltar und die Isle of Man ist Alderney eher ein Standort für etablierte Unternehmen als für junge Marken.
Grossbritannien (UKGC)
Die britische Gambling Commission gilt als eine der strengsten Aufsichten überhaupt – mit Vorgaben zu Werbung, Einsatzlimits und Zahlungen; Kreditkarten sind für Glücksspiel in Grossbritannien seit 2020 verboten. Nur: Die Lizenz regelt das Angebot für Kunden in Grossbritannien. Wenn ein international tätiges Casino mit dem UKGC-Logo wirbt, heisst das nicht, dass dein Konto als Spieler aus der Schweiz unter dieser Lizenz geführt wird; meist läuft es über eine andere Zulassung derselben Gruppe. Welche für dich gilt, steht in den Geschäftsbedingungen – dort, wo die Betreibergesellschaft für dein Land genannt wird.
Curaçao
Curaçao war lange der Inbegriff der schwachen Lizenz, weil wenige Masterlizenz-Inhaber Unterlizenzen weiterverkauften und kaum jemand kontrollierte, wer sie erhielt. Mit der Reform, die 2023 begann und seit 2024 greift, vergibt die Curaçao Gaming Authority Lizenzen direkt, führt ein Register und hat eine benannte Beschwerdestelle. Die Prüftiefe erreicht nicht das Niveau von Malta, aber der Unterschied zur alten Praxis ist erheblich. Neue Lizenznehmer zeigen ein Siegel, das beim Anklicken auf den Registereintrag der Behörde führen sollte – das lässt sich in Sekunden prüfen.
Unter unseren getesteten Anbietern arbeitet Winshark mit einer Lizenz aus Curaçao (Nr. 8048/JAZ2020-074, Betreiber GBL Solutions N.V.). Für Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter vor allem Wert auf eine lange Historie legen, ist das der naheliegende Kandidat unserer Liste; das Willkommensangebot beträgt 240 % bis zu 2.300 CHF bei einer Mindesteinzahlung von 20 €.
Anjouan
Anjouan ist eine autonome Insel der Komoren im Indischen Ozean. Seit der Reform in Curaçao hat ihre Glücksspiellizenz stark an Verbreitung gewonnen, weil sie schnell und vergleichsweise günstig zu erhalten ist. Es gibt einen Lizenzgeber mit Zertifikatsnummern und eine Beschwerdestelle, die Prüftiefe ist aber gering und der Hebel im Streitfall entsprechend kurz. Zwei Anbieter unserer Liste arbeiten damit: OnlySpins und Winrolla, dessen Zertifikatsnummer wir in unserem Winrolla-Test dokumentiert haben. Bei einer Anjouan-Lizenz gilt besonders die Regel, keine grossen Beträge im Konto stehen zu lassen.
Kahnawake
Die Kahnawake Gaming Commission sitzt im gleichnamigen Mohawk-Territorium bei Montreal in Kanada und vergibt seit Ende der 1990er-Jahre Lizenzen für Online-Glücksspiel. Sie gehört damit zu den ältesten Lizenzgebern der Branche und unterhält ein Beschwerdeverfahren. Ihre Durchsetzungskraft gegenüber Betreibern ist jedoch begrenzt, und bei Anbietern für den Schweizer Markt spielt sie heute kaum eine Rolle; in unserem Test kommt sie nicht vor.
Costa Rica
Costa Rica ist ein Sonderfall, weil es streng genommen keine Glücksspiellizenz vergibt. Unternehmen, die von dort aus Online-Glücksspiel anbieten, haben eine gewöhnliche Gewerbeerlaubnis; eine Behörde, die Spiele prüft oder Beschwerden von Spielern bearbeitet, gibt es nicht. Wer bei einem so registrierten Anbieter spielt, verlässt sich allein auf dessen Verhalten.
Unsere getesteten Anbieter und ihre Lizenzen
Aus unseren Tests sind das die belegten Beispiele: Winshark arbeitet unter einer Lizenz aus Curaçao, die dem Betreiber GBL Solutions N.V. 2020 erteilt wurde. Winrolla und OnlySpins führen eine Lizenz aus Anjouan, beide sind 2025 gestartet. RichRoyal ist in Costa Rica registriert.
Das ist kein Grund, RichRoyal zu meiden – es ist ein Grund, dort keine Beträge stehen zu lassen, deren Verlust wehtun würde. Bei einer schwachen Zulassung ersetzt die eigene Vorsicht die fehlende Aufsicht. Umgekehrt ersetzt auch die beste Lizenz nicht den Blick auf die Bonusbedingungen.
In eigener Sache: Für einen Teil der von uns getesteten Anbieter haben wir den Lizenzgeber bisher nicht dokumentiert. Wir tragen dort lieber nichts ein, als eine Vermutung zu veröffentlichen – auf einer Seite, die dir rät, die Lizenznummer zu prüfen, wäre alles andere unglaubwürdig. Die Angaben ergänzen wir laufend in den einzelnen Testberichten.
So überprüfst du eine Casino-Lizenz selbst
Die Prüfung dauert fünf Minuten und braucht nichts ausser einem Browser. Sie beantwortet eine einzige Frage: Gibt es die Lizenz, mit der das Casino wirbt, wirklich – und gilt sie für genau diese Seite?
- Fussbereich lesen. Notiere den Lizenzgeber, die Lizenz- oder Zertifikatsnummer und den Namen der Betreibergesellschaft. Fehlt eine der drei Angaben, ist die Prüfung hier schon zu Ende.
- Siegel anklicken. Ein echtes Lizenzsiegel führt auf eine Seite des Lizenzgebers – achte auf die Adresszeile: Die Domain muss die der Behörde sein, nicht eine Unterseite des Casinos.
- Im Register suchen. Die ernstzunehmenden Lizenzgeber führen öffentliche Register. Suche dort nach der Nummer und nach dem Firmennamen, und achte auf den Status: aktiv, suspendiert oder abgelaufen.
- Namen abgleichen. Die Gesellschaft im Register muss dieselbe sein wie in den Geschäftsbedingungen des Casinos. Weichen die Namen voneinander ab, frag beim Support nach, wie die beiden zusammenhängen.
- Domain prüfen. Manche Register führen auf, für welche Webadressen eine Lizenz gilt. Steht die Adresse, auf der du spielen willst, nicht dabei, deckt die Lizenz sie womöglich nicht.
Warnsignale: hier besser nicht einzahlen
- Es wird gar kein Lizenzgeber genannt, oder nur ein Logo ohne Nummer.
- Das Siegel ist ein statisches Bild oder führt auf eine Seite des Casinos selbst.
- Die Nummer ist im Register nicht auffindbar, abgelaufen oder als suspendiert markiert.
- Die Betreibergesellschaft wechselt zwischen Impressum, Geschäftsbedingungen und Zahlungsbeleg.
- Eine Gewerbeerlaubnis wird als «Glücksspiellizenz» ausgegeben.
- Countdown-Banner und Bonusangebote, die dich zu einer schnellen Einzahlung drängen, bevor du Zeit für diese Prüfung hattest.
Casino ohne Schweizer Lizenz: was du aufgibst und was du bekommst
Das ist die Entscheidung, um die es wirklich geht – und sie lässt sich nüchtern auflisten, statt sie zu bewerben. Wer eine Schweizer Konzession verlässt, tauscht Rechtssicherheit gegen Konditionen.
| Konzessioniertes Schweizer Casino | Anbieter ohne Schweizer Lizenz | |
|---|---|---|
| Rechtsweg im Streitfall | Schweizer Behörde zuständig | nur über den ausländischen Lizenzgeber |
| Gewinne und Steuern | bis zu einer gesetzlichen Grenze steuerfrei | steuerpflichtig |
| Spielsperre | schweizweit, über alle Häuser hinweg | nur pro Anbieter einzeln |
| Erreichbarkeit | dauerhaft | kann über die Sperrliste entfallen |
| Willkommensbonus | meist 100 bis 150 % | 240 bis 300 %, in der Spitze bis 8.800 CHF |
| Spielauswahl | 2.500 bis 4.200 Titel | 4.000 bis 13.000 Titel, inkl. Live-Tischen |
| Zahlungswege | klassisch, ohne Krypto | inkl. Bitcoin und Ethereum |
| Kontowährung | immer CHF | meist EUR – mit Umrechnung bei jeder Transaktion |
Es gibt keine allgemein richtige Antwort darauf. Wer regelmässig grössere Beträge bewegt, fährt mit einem konzessionierten Haus besser: Die Steuerfreiheit allein kann den höheren Bonus mehrfach aufwiegen. Wer kleinere Beträge einsetzt und Wert auf Auswahl, Bonushöhe oder Krypto-Zahlungen legt, findet das bei den ausländischen Anbietern – und sollte dann die Punkte der Checkliste oben durchgehen, bevor er einzahlt.
Eine Ausnahme ist erwähnenswert, weil sie einen der Nachteile aufhebt: Winrolla ist der einzige Anbieter unserer Liste, der das Konto direkt in Schweizer Franken führt. Damit entfällt die Umrechnung bei jeder Ein- und Auszahlung, die bei allen anderen anfällt.
Die von uns geprüften Anbieter ohne Schweizer Konzession
Jeder Anbieter auf dieser Liste wurde mit einem echten Konto getestet: Registrierung, Verifizierung, mindestens eine Einzahlung und mindestens eine Auszahlung. Die Note von 100 setzt sich aus fünf Bereichen zusammen – Lizenz und Sicherheit, Bonusbedingungen, Spielangebot, Zahlungswege samt Auszahlungsdauer, sowie Support und Spielerschutz.

| Casino | Willkommensangebot | Min. Einzahlung | Unsere Note |
|---|---|---|---|
| DudeSpin | 300 % bis zu CHF 2.200 + 150 Freispiele | 10 CHF | 98/100 |
| Winshark | 240 % bis zu 2.300 CHF | 20 € | 97/100 |
| RichRoyal | 275 % Bonus bis CHF 8.250 + 225 Freispiele | 20 € | 96/100 |
| StoneVegas | 100 % bis zu 550 CHF + 200 Freispiele | k. A. | 95/100 |
| Winrolla | 300 % bis zu 8.800 CHF + 300 Freispiele | 20 CHF | 92/100 |
| AllySpin | bis zu 1.100 CHF + 200 Freispiele | k. A. | 92/100 |
| SG Casino | 300 % bis 1.800 € + 250 Freispiele | 10 CHF | 90/100 |
| SlotsGem | 10 App-Download-Freispiele | k. A. | 90/100 |
| Cazimbo | bis zu 550 CHF + 200 Freispiele | k. A. | 90/100 |
| Casinia | bis zu 550 CHF + 200 Freispiele | k. A. | 90/100 |
Diese Seite enthält Partnerlinks. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss, und die Tabelle der zehn konzessionierten Anbieter weiter oben – an der wir nichts verdienen – steht bewusst vor dieser hier.
Steuern: der Unterschied, der am meisten kostet
Von allen Unterschieden zwischen konzessionierten und ausländischen Anbietern ist dieser der teuerste, und er wird am seltensten erwähnt.
Gewinne aus Spielen bei einer konzessionierten Schweizer Spielbank – online wie vor Ort – sind bis zu einer gesetzlich festgelegten Grenze von der Einkommenssteuer befreit. Gewinne aus nicht konzessionierten Angeboten fallen nicht unter diese Befreiung: Sie gehören in die Steuererklärung und werden als Einkommen behandelt.
Was das konkret bedeutet, hängt vom Kanton und vom übrigen Einkommen ab – die Steuersätze unterscheiden sich in der Schweiz erheblich. Bei kleinen Beträgen fällt es kaum ins Gewicht; bei einem Gewinn im vierstelligen Bereich kann die Steuerlast den Vorteil eines höheren Bonus vollständig aufzehren. Wir nennen hier bewusst keine Prozentzahl: Für eine belastbare Auskunft ist die kantonale Steuerverwaltung zuständig, und bei grösseren Beträgen lohnt die Nachfrage.
Was in die Steuererklärung gehört
Bei Gewinnen aus einem ausländischen Casino betrifft die Steuererklärung zwei Stellen. Der Gewinn selbst wird als Einkommen behandelt. Und ein Guthaben, das am Jahresende noch im Casinokonto liegt, ist Teil deines Vermögens – genau wie Coins in einer Wallet, falls du über Krypto ausgezahlt hast. Wie die kantonale Steuerverwaltung Einsätze und Verluste im Einzelfall berücksichtigt, ist eine Frage, die du ihr direkt stellen solltest; pauschale Antworten aus dem Internet helfen dir hier nicht.
Belege, die du aufbewahren solltest
- Die Transaktionshistorie des Casinos – als Export oder Screenshot, mit Datum und Betrag jeder Ein- und Auszahlung.
- Die Gegenstücke auf deiner Seite: Kontoauszüge der Bank, der E-Wallet oder der Krypto-Wallet.
- Bei Krypto den Kurs in Franken zum Zeitpunkt der Auszahlung, weil die Steuererklärung in CHF ausgefüllt wird.
- Die Bonus- und Geschäftsbedingungen, die zum Zeitpunkt des Gewinns galten – sie erklären, warum ein Betrag ausgezahlt wurde oder nicht.
Wer diese Unterlagen hat, kann jede Rückfrage der Steuerverwaltung in Minuten beantworten. Wer sie nicht hat, muss sie Jahre später von einem Anbieter anfordern, der dann vielleicht nicht mehr erreichbar ist.
Spielerschutz und Spielsperre
Hier liegt der praktisch wichtigste Unterschied, und er hat nichts mit Geld zu tun. Die Schweizer Spielsperre gilt bei ausländischen Anbietern nicht.

Wer sich bei einer konzessionierten Spielbank sperren lässt, ist damit automatisch bei allen Schweizer Häusern gesperrt, online wie vor Ort – das Register ist gemeinsam. Ausländische Plattformen sind daran nicht angeschlossen. Eine Selbstsperre muss dort bei jedem Anbieter einzeln eingerichtet werden, und sie wirkt nur bei genau diesem einen.
Wer diesen Schutz braucht oder auch nur vermutet, ihn brauchen zu können, ist bei einem konzessionierten Anbieter objektiv besser aufgehoben. Das ist der einzige Punkt auf dieser Seite, bei dem wir nicht zu einer Abwägung raten, sondern zu einer Entscheidung.
Unabhängig vom Anbieter gilt: Setze das Einzahlungslimit, bevor du das erste Mal einzahlst. Glücksspiel ist Unterhaltung und kein Weg, Geld zu verdienen. Wenn das Spielen anfängt, sich anders anzufühlen, gibt es in der Schweiz kostenlose und anonyme Hilfe bei Sucht Schweiz und der Online-Beratung SafeZone.ch. Angebote dieser Seite richten sich ausschliesslich an Personen ab 18 Jahren.
Probleme mit einem ausländischen Casino: was du tun kannst
Weil keine Schweizer Behörde zuständig ist, entscheidet die Vorbereitung darüber, wie ein Streitfall ausgeht. Der Weg in dieser Reihenfolge:

- Alles schriftlich. Führe die Kommunikation über E-Mail oder speichere die Chat-Protokolle. Ein Telefongespräch ist im Streitfall nicht existent.
- Screenshots von Bonusbedingungen und Kontostand. Bedingungen lassen sich ändern; ein Screenshot mit Datum nicht.
- Formelle Beschwerde beim Anbieter, mit Kontonummer, Datum und konkreter Forderung. Viele Fälle enden hier, weil sie Bearbeitungsfehler waren.
- Beschwerdestelle des Lizenzgebers. Sie steht im Fussbereich der Casinoseite. Bei Curaçao und Malta führt dieser Weg zu einer benannten Stelle; bei Costa Rica gibt es keine.
- Zahlungsdienstleister einschalten, wenn eine Einzahlung fehlerhaft verbucht wurde. Bei Karten und E-Wallets gibt es eigene Reklamationsverfahren.
Die wirksamste Massnahme liegt allerdings vor dem Streitfall: Verifiziere dein Konto direkt nach der Registrierung, nicht erst beim Auszahlungsantrag. Eine unvollständige Identitätsprüfung ist die häufigste Ursache für Verzögerungen, die später dem Casino angelastet werden – und die einzige, die du selbst in der Hand hast.
Die Rechtslage in Liechtenstein, Deutschland und Österreich
Viele Suchanfragen zu legalen Online-Casinos kommen aus der ganzen Region, und die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land deutlich. Für dich als Spieler in der Schweiz gilt aber immer das Recht des Ortes, an dem du spielst – eine Lizenz aus dem Nachbarland ändert daran nichts.
| Land | Online-Casino geregelt durch | Wer darf anbieten | Bedeutung für Spieler in der Schweiz |
|---|---|---|---|
| Schweiz | Geldspielgesetz, Aufsicht ESBK | nur konzessionierte Schweizer Spielbanken | zehn legale Plattformen, Sperrliste für alle anderen |
| Liechtenstein | eigenes Geldspielgesetz | nach liechtensteinischem Recht bewilligte Anbieter | keine Wirkung in der Schweiz |
| Deutschland | Glücksspielstaatsvertrag 2021, Aufsicht GGL | Anbieter mit deutscher Erlaubnis, nur für Spieler in Deutschland | nicht nutzbar – deutsche Anbieter nehmen nur Spieler aus Deutschland |
| Österreich | Glücksspielgesetz, Monopol des Bundes | ein einziger Konzessionär für Online-Casino | nicht nutzbar |
Liechtenstein
Liechtenstein ist zwar eng mit der Schweiz verbunden, hat im Glücksspiel aber ein eigenes Gesetz und eigene Bewilligungen; seit einigen Jahren gibt es dort mehrere landbasierte Casinos. Das Schweizer Geldspielgesetz und seine Sperrlisten gelten im Fürstentum nicht, und umgekehrt ist eine liechtensteinische Bewilligung in der Schweiz keine Konzession. Was für Spielerinnen und Spieler in Liechtenstein konkret gilt, haben wir auf einer eigenen Seite zu Online-Casinos in Liechtenstein zusammengestellt.
Deutschland
Deutschland hat mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 virtuelle Automatenspiele und Online-Poker legalisiert. Anbieter brauchen eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und müssen strenge Auflagen einhalten: höchstens 1 € Einsatz pro Spin, eine Mindestdauer pro Spielrunde und ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit, das standardmässig bei 1.000 € im Monat liegt. Online-Roulette und -Blackjack sind Sache der einzelnen Bundesländer. Für dich hat das keine praktische Bedeutung: Anbieter mit deutscher Erlaubnis nehmen nur Spieler mit Wohnsitz in Deutschland an.
Österreich
Österreich hält am Glücksspielmonopol des Bundes fest. Die einzige Konzession für Online-Casinospiele liegt bei der Plattform der Österreichischen Lotterien; ausländische Anbieter haben keine österreichische Bewilligung. Bekannt geworden ist Österreich vor allem durch zahlreiche Gerichtsverfahren, in denen Spieler ihre Verluste bei nicht konzessionierten Anbietern zurückgefordert haben. Auf die Schweiz lässt sich das nicht übertragen – es sind andere Gesetze und andere Gerichte.
Und EU-Lizenzen?
Eine Lizenz aus Malta oder einem anderen EU-Staat wird oft als «europäische Lizenz» beworben, als gälte sie überall in Europa. Das stimmt schon innerhalb der EU nicht: Jedes Land regelt Glücksspiel selbst, und viele verlangen eine eigene Erlaubnis. Für die Schweiz, die nicht Mitglied der EU ist, gilt es erst recht nicht. Eine EU-Lizenz sagt etwas über die Aufsicht aus, unter der ein Anbieter steht – aber nichts darüber, ob er in der Schweiz anbieten darf.
Fazit
Legal im Sinne des Geldspielgesetzes sind in der Schweiz genau zehn Online-Casinos, und alle zehn gehören einer konzessionierten Spielbank. Ausländische Anbieter können diesen Status nicht erreichen – nicht wegen mangelnder Qualität, sondern weil das Gesetz den Zugang an eine landbasierte Spielbank knüpft.
Für dich als Spieler ist die Teilnahme trotzdem nicht strafbar; das bestätigt die Aufsichtsbehörde selbst. Für Spielerinnen und Spieler aus dem Fürstentum gelten andere Regeln – die haben wir unter Online Casinos für Liechtenstein aufgeschrieben. Was du aufgibst, ist der Rechtsweg, die Steuerbefreiung und die schweizweite Spielsperre. Was du bekommst, sind höhere Boni, grössere Spielauswahl und Zahlungswege, die es hier nicht gibt. Diese Abwägung kann niemand für dich treffen – aber sie lässt sich informiert treffen, und dafür steht die Tabelle in der Mitte dieser Seite.
Den vollständigen Vergleich aller getesteten Anbieter findest du auf unserer Übersicht zu ausländischen Online-Casinos für die Schweiz. Die jüngsten Plattformen stehen unter neue Online Casinos, die Bonusfrage haben wir unter Bonus ohne Einzahlung durchgerechnet, und welche Zahlungswege funktionieren, steht unter Zahlungsmethoden.





